Agil zum Ziel: Stadt Leipzig will mit Unterstützung der Digitalen Werkstatt Umweltdaten transparent und nutzbar machen

Wie und wo kann man Umweltdaten transparent kommunizieren und stärker nutzbar machen? Das war die zentrale Fragestellung eines Projektes, mit dem sich die Ämter für Umweltschutz sowie für Geoinformation und Bodenordnung der Stadtverwaltung Leipzig gemeinsam mit der Digitalen Werkstatt beschäftigt haben.

Dem cross-funktionalen Team aus Fach-Experten der Ämter, Softwarespezialisten von Lecos und der Digitalen Werkstatt als Moderator ging es dabei nicht nur um eine Machbarkeitsstudie für die intelligente Verknüpfung von Umweltdaten mit vorhandenen Technologien, sondern auch um das Ausprobieren moderner Arbeitsmethoden durch die Mitarbeitenden der Kommunalverwaltung.

Impact Mapping: Klare Fragestellung für den Projekterfolg

Die Beteiligten formulierten eine zentrale Projektvision: Die von den vier Leipziger Mess-Stationen des sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfuLG) ermittelten Luftqualitätsdaten sollen für Bürger und Wirtschaft transparent auf der Webseite der Stadt Leipzig interaktiv visualisiert werden. Verknüpft mit einer Kartenansicht, den genauen Stickstoff- oder Kohlendioxidwerten und deren Einordnung in Bezug auf die Luftqualität in Echtzeit stellt dieser Luftqualitätsindex eine zusätzliche, interaktive Informationsmöglichkeit zum Thema „Luftreinhaltung“ dar.

Ausgehend von dieser Vision nutzte das Team das sogenannte Impact Mapping. Diese agile Methode unterstützt kollaborativ, visuell und schnell bei der Projektplanung, indem folgende Fragen beantwortet werden: WARUM bearbeiten wir das Thema? WER kann WIE helfen? WAS kann jeder Akteur zur Zielerreichung beitragen?

Eindeutige Aufgabenzuordnung

Praktisch wurden so die möglichen Akteure und Unterstützer identifiziert und definiert, wie diese mit ihrem Wissen zum Projekterfolg beitragen können: Das Amt für Umwelt etwa formuliert die Anforderungen und führt Analysen der vom LfULG gelieferten Messdaten durch. Das Amt für Geoinformation und Bodenordnung erstellt auf Basis eines vorhandenen Geodateninformationssystems eine Kartenanwendung und ein webfähiges Dashboard zur Datenvisualisierung. Das GIS-Team von Lecos stellt Serverkapazität bereit, installiert die erforderliche Software und testet die Performance.

Im gesamten Projekt formulierte das Team kontinuierlich sogenannte User Stories, mögliche Erwartungen der Nutzer an die Funktionalitäten der Lösung.

In Sprints zum Ziel

In mehreren Sprints, kurzen Zeitabschnitten für die Realisierung von Teilaufgaben, wurden diese Erwartungen in Teilaufgaben erfüllt und das Projektteam näherte sich dem angestrebten Prototypen einer Visualisierung der Umweltsensordaten für die Leipziger Bürger und Wirtschaft an.

Am Ende freuten sich die Teilnehmer aber nicht nur über den fertigen Prototypen, sondern auch über die Erkenntnis: „Agiles Arbeiten fetzt!“